
| Abweichungsanalyse in % | Q2/07 | H1/07 |
| Umsatzveränderung | + 11,2 | + 10,8 |
| - Menge/Struktur | + 3,0 | + 0,0 |
| - Preis/Preisstellung | + 5,8 | + 4,5 |
| - Währung | - 1,9 | - 1,9 |
| - Konsolidierung | + 4,3 | + 8,2 |
Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die Weltwirtschaft expandierte im zweiten Quartal spürbar, jedoch mit leicht verlangsamter Geschwindigkeit als ein Jahr zuvor. Dabei nahm die Produktion in Asien erneut sehr kräftig zu, während sich das konjunkturelle Wachstum in den Industrieländern in moderatem Tempo fortsetzte. In den Vereinigten Staaten fiel es geringer aus, wohingegen sich der wirtschaftliche Aufschwung in den meisten Teilen des Euroraums weiter fortsetzte. Die US-amerikanische Währung wurde im Verhältnis zum Euro während des zweiten Quartals zunehmend schwächer und erreichte Ende Juni einen Kurs von knapp 1,37 USD/EUR. Die Preise für Industrierohstoffe zogen im zweiten Quartal weiter an. Rohöl kostete Ende Juni wieder über 70 US$ je Barrel. Im Quartal lag der durchschnittliche Rohölpreis in etwa auf Vorjahresniveau.
Branchenspezifische Rahmenbedingungen bei Düngemitteln exzellent
Umsätze je Geschäftsbereich
Jan. - Jun. 2007
(Angaben in %)
Geschäftsfeld Düngemittel und Pflanzenpflege: Die kanadischen und weißrussischen/ russischen Produzenten haben sich in der zweiten Maihälfte mit indischen Kunden auf eine Preiserhöhung um 50 US$ auf 270 US$ pro Tonne Standard-Kalidüngemittel geeinigt. Dieser Abschluss, ein Indiz für die angespannte Angebotssituation bei Kalidüngemitteln, bildete die Basis für weitere Ankündigungen signifikanter Preiserhöhungen: In Südostasien wurde eine Erhöhung der Preise für Standard-Kalidüngemittel ab 1. August um 40 US$ auf 300 US$ angekündigt, während in Brasilien Granulatpreise von 280 US$ avisiert wurden. In Europa erhöhte sich das Preisniveau für Granulat zunächst um 12 €; eine weitere Steigerung um 8 bis 9 € auf dann etwa 200 € gilt bereits ab 1. Juli. Der Preis für Standard-Kalidüngemittel wurde sogar um rund 25 € auf etwa 180 € je Tonne für das zweite Halbjahr angehoben.
Geschäftsfeld Salz: Auch im zweiten Quartal hinterließ der außergewöhnlich warme Winter seine Spuren beim westeuropäischen Auftausalzgeschäft. Im nordamerikanischen Auftausalzmarkt wirkte sich der verspätete starke Wintereinbruch hingegen positiv aus. In den Segmenten Speise- und Gewerbesalz verlief das Geschäft in Europa stabil, während die Nachfrage nach Industriesalz verhältnismäßig stark war. Der südamerikanische Gewerbe- und Industriesalzmarkt wächst im Einklang mit der dortigen Bevölkerungsentwicklung und wird zusätzlich unterstützt vom starken wirtschaftlichen Aufschwung.
Die vollständige Konsolidierung der SPL-Gruppe erfolgte erstmals per 30. Juni 2006.
Umsatz steigt im zweiten Quartal um 11 %
Der Umsatz des zweiten Quartals übertraf mit 778,6 Mio. € den Vorjahreswert um 78,5 Mio. € bzw. 11 %; der Anstieg ist neben der erstmaligen Konsolidierung der SPL auf positive Preiseffekte sowie auf Absatzsteigerungen zurückzuführen; dadurch konnten negative Währungseffekte mehr als ausgeglichen werden. Erfreuliche Umsatzzuwächse erzielte der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte aufgrund höherer Preise; auch die Geschäftsbereiche COMPO und fertiva legten im Umsatz spürbar zu. Die erstmalige Einbeziehung der SPL führte außerdem zu einer starken Umsatzausweitung des Geschäftsbereichs Salz. Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz sowohl konsolidierungs- als auch preisbedingt um 167,7 Mio. € bzw. 11 % auf 1.723,3 Mio. €.
Rund 67 % des Konzernumsatzes wurden in Europa erzielt; 41 % des Umsatzes entfielen auf den größten Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte.
Umsätze nach Regionen
Jan. - Jun. 2007
(Angaben in %)
Operatives Ergebnis legt im zweiten Quartal mit 69,4 Mio. € deutlich zu (+ 17 %)
Das operative Ergebnis EBIT I ist frei von zahlungsunwirksamen Marktwertveränderungen unserer zur US-Dollarsicherung eingesetzten Devisenoptionen und beinhaltet lediglich den aus der Kurssicherung in der Berichtsperiode tatsächlich erzielten Währungserfolg.
Das operative Ergebnis EBIT I stieg im zweiten Quartal 2007 gegenüber dem Vorjahr um 10,0 Mio. € bzw. 17 % auf 69,4 Mio. €; dies ist vor allem auf deutliche Ergebnissteigerungen im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte zurückzuführen. Im ersten Halbjahr erreichte das EBIT I der K+S Gruppe das Niveau des Vorjahres; der deutlich schwächere Ergebnisbeitrag des Geschäftsbereichs Salz im ersten Quartal konnte somit bereits vollständig ausgeglichen werden.
Marktwerte der Sicherungsgeschäfte im zweiten Quartal positiv
Nach IFRS werden die Marktwertveränderungen unserer zur US-Dollarkurssicherung eingesetzten Bandbreitenoptionen in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Während der zahlungswirksame Währungserfolg aus bereits ausgeübten Optionen in das operative Ergebnis EBIT I einfließt, weisen wir die nicht zahlungswirksamen Marktwertveränderungen der noch ausstehenden Optionen als Überleitung zum EBIT II aus. Die bis zum Fälligkeitstermin dieser Optionen auftretenden Marktwertveränderungen sind für den operativen Erfolg von K+S nicht relevant. Durch aktives Währungsmanagement, ggf. auch unter Inkaufnahme zusätzlicher Prämienzahlungen für die Anpassung der Bandbreiten, können wir sicherstellen, dass eine Kurssicherung grundsätzlich bis zum Ausübungstag erhalten bleibt.
Das Ergebnis nach Marktwertveränderungen EBIT II stieg im Berichtsquartal um 10,8 Mio. € auf 78,4 Mio. € und bildete damit annähernd die Entwicklung des EBIT I ab, da die Zuwächse der Marktwerte aus Sicherungsgeschäften im Quartalsvergleich ähnliche Werte aufwiesen. Im ersten Halbjahr 2007 lag das Ergebnis nach Marktwertveränderungen EBIT II aufgrund des niedrigeren US-Dollarkurses mit 184,7 Mio. € um 47,7 Mio. € unter dem Vorjahresniveau. Die Höhe der Marktwerte am Abschlussstichtag ist u. a. von Faktoren wie dem USD/EUR-Kassakurs, der Volatilität des Wechselkurses und den Laufzeiten der Optionen abhängig.
Finanzergebnis im zweiten Quartal schwächer
Das Finanzergebnis betrug im zweiten Quartal - 6,3 Mio. € und liegt damit um 6,1 Mio. € unter dem Vorjahresniveau, das aufgrund von Einmaleffekten in Höhe von 2,4 Mio. € begünstigt war. Zusätzlich schlug sich hier der erhöhte Zinsaufwand für den zum Erwerb der SPL aufgenommenen Kredit nieder. In den ersten sechs Monaten ist das Finanzergebnis um 10,0 Mio. € auf - 16,1 Mio. € zurückgegangen. Nach IFRS wird im Finanzergebnis neben dem Zinsaufwand für Pensionsrückstellungen (H1/2007: - 2,1 Mio. €) auch der Zinsaufwand für die sonstigen langfristigen Rückstellungen, im Wesentlichen Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen (H1/2007: - 7,5 Mio. €), ausgewiesen; beide sind nicht zahlungswirksam. Weitere Angaben hierzu finden Sie im Anhang.
Bereinigte Ergebnisse vor und nach Steuern im zweiten Quartal spürbar verbessert
Aufgrund der begrenzten wirtschaftlichen Aussagekraft sowie der hohen Schwankungsbreite der Marktwerte unserer Devisenoptionsgeschäfte weisen wir ein um diese Effekte bereinigtes Ergebnis vor Steuern sowie ein solches nach Steuern aus. Letzteres berücksichtigt damit auch die Auswirkungen der Marktwertveränderungen auf die latenten Steuern.
Das bereinigte Ergebnis vor Steuern erreichte im zweiten Quartal 63,1 Mio. €; gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Anstieg um 3,9 Mio. € bzw. knapp 7 %. Nach IFRS erfolgt ein Ausweis von latenten, d. h. zahlungsunwirksamen Ertragsteuern. Im zweiten Quartal waren von den insgesamt 24,2 Mio. € (Q2/2006: 23,3 Mio. €) Ertragsteuern 6,5 Mio. € (Q2/2006: 10,5 Mio. €) latent. Nachdem ein wesentlicher Teil körperschaftsteuerlicher Verlustvorträge im ersten Quartal vollständig aufgebraucht wurde, hat sich der zahlungswirksame Anteil der Ertragsteuern nunmehr erhöht. Weitere Angaben zur Ertragsteuerbelastung finden Sie im Anhang.
Das um den Effekt der Marktwertveränderungen bereinigte Konzernergebnis nach Steuern konnte im zweiten Quartal um 8 % auf 42,2 Mio. € gesteigert werden. Im ersten Halbjahr lag das Konzernergebnis aufgrund des schwächeren Finanzergebnisses mit 104,8 Mio. € allerdings noch um 5 % unter dem Vorjahresniveau.
Bereinigtes Ergebnis je Aktie erreicht im zweiten Quartal 1,02 € (+ 7,4 %)
Das unverwässerte, bereinigte Ergebnis je Aktie ist der Quotient aus dem bereinigten Konzernergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl ausstehender Aktien. Da bei K+S derzeit keine der Bedingungen erfüllt ist, die zu einer Verwässerung des Ergebnisses je Aktie führen könnte, entspricht das unverwässerte Ergebnis je Aktie dem verwässerten Ergebnis je Aktie. Außerdem entspricht das Ergebnis je Aktie in Gänze fortzuführenden Tätigkeiten; es waren weder nicht fortgeführte Tätigkeiten noch Bilanzierungsänderungen zu berücksichtigen.
Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag im Berichtsquartal bei 1,02 € und damit um 7 % über dem Vorjahreswert (0,95 €). Für die aktuelle Berechnung wurde eine durchschnittliche Anzahl der während des Berichtszeitraums ausstehenden Aktien von 41,23 Mio. Stückaktien berücksichtigt (Vorjahr: 41,21 Mio. Stückaktien).
Zum 30. Juni 2007 hielten wir keine eigenen Aktien im Bestand; die Gesamtanzahl der ausstehenden Aktien der K+S Gruppe belief sich damit Ende Juni auf 41,25 Mio. Stückaktien.
Die Hauptversammlung hat am 9. Mai 2007 die Zahlung einer Dividende von 2,00 € je Aktie (Ausschüttungssumme: 82,5 Mio. €) für das Geschäftsjahr 2006 beschlossen. Gegenüber dem Vorjahr wurde die Dividende damit um 20 Cent bzw. 11 % erhöht. Bezogen auf den Jahresschlusskurs entspricht dies einer Dividendenrendite von 2,4 %. Die Dividende wurde am 10. Mai 2007 ausgeschüttet.
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit im ersten Halbjahr um 21 % gestiegen
Der Brutto-Cashflow lag im ersten Halbjahr mit 171,2 Mio. € um 17,6 Mio. € unter dem Wert des Vorjahres. Hier wirkten sich insbesondere höhere Zins- und Ertragsteuerzahlungen aus. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit erreichte hingegen im ersten Halbjahr 113,4 Mio. € und verbesserte sich um 19,9 Mio. € bzw. 21 % gegenüber dem Vorjahresniveau. Eine trotz kräftig gestiegener Forderungen geringere Zunahme des Working Capital war hierfür ausschlaggebend. Hierbei ist außerdem zu berücksichtigen, dass das erste Halbjahr im Vergleich zum Vorjahr von um 83,8 Mio. € höheren Prämienzahlungen für das US-Dollarhedging kommender Jahre geprägt war.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug in den ersten sechs Monaten - 49,2 Mio. €, nachdem der Vorjahreszeitraum durch die Akquisition der SPL-Gruppe gekennzeichnet war. Außerdem ist zu berücksichtigen, dass das Vorjahr im Rahmen der SPL-Finanzierung durch Erlöse aus Wertpapierverkäufen in Höhe von 37,9 Mio. € begünstigt war.
Der freie Cashflow erreichte im ersten Halbjahr 64,2 Mio. € nach - 253,8 Mio. €, die vor allem auf Akquisitionsauszahlungen im Vorjahr zurückzuführen sind. Bereinigt um Akquisitionen ist der freie Cashflow – insbesondere aufgrund der höheren Prämienzahlungen für das US-Dollarhedging – um 40,9 Mio. € gesunken. Nach Berücksichtigung der Dividendenzahlung und Darlehenstilgung weisen wir zum 30. Juni 2007 eine Nettoverschuldung von 741,6 Mio. € aus (Vorjahr 739,2 Mio. €).
Investitionen niedriger als im Vorjahresquartal
Im zweiten Quartal haben wir 25,6 Mio. € investiert und lagen damit um 4,4 Mio. € unter dem entsprechenden Vorjahreswert. Der Hauptanteil der Investitionen entfiel auf den Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte; Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen in die untertägige Infrastruktur standen hier im Vordergrund. Weitere bedeutende Projekte im zweiten Quartal waren die in 2006 begonnene Erweiterung der Lagerkapazität der KTG in Hamburg, die Verdopplung der Verladekapazität des Hafens der SPL sowie der Bau einer neuen Siebanlage für Ammonsulfat für fertiva. Im ersten Halbjahr stiegen die Investitionen planmäßig um 5,0 Mio. € auf 50,8 Mio. €.
Für das Jahr 2007 rechnen wir einschließlich der Investitionsüberhänge mit einem Investitionsvolumen von rund 185 Mio. €. Auf Ersatz und Produktionssicherung entfallen voraussichtlich knapp zwei Drittel des Investitionsvolumens; diese sollten durch die erwarteten Abschreibungen in Höhe von rund 130 Mio. € vollständig finanziert werden.
Die Forschungs- und Entwicklungskosten lagen im zweiten Quartal mit 3,5 Mio. € um 0,3 Mio. € unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Für das Jahr 2007 erwarten wir Kosten von rund 16 Mio. €.
Personalzahl erhöht sich nach SPL-Übernahme
Am 30. Juni 2007 waren in der K+S Gruppe insgesamt 11.912 Mitarbeiter beschäftigt; davon entfallen 897 Mitarbeiter auf den Mitte des Jahres 2006 erworbenen Salzproduzenten SPL . Am Jahresende 2007 sollte die Zahl der Mitarbeiter leicht über dem derzeitigen Niveau liegen. Die Zahl der Auszubildenden belief sich am 30. Juni 2007 auf 474 – ein weiterer Zuwachs von 15 Auszubildenden im Vergleich zum Vorjahr.
Im zweiten Quartal betrug der Personalaufwand 176,9 Mio. € und lag damit knapp 7 % über dem Vorjahresniveau; auch in den ersten sechs Monaten fiel dieser mit 348,4 Mio. € um knapp 5 % höher aus. Der Anstieg ist auf die erstmalige Einbeziehung der SPL und auf die seit August 2006 wirkende Tariferhöhung zurückzuführen. Für das Gesamtjahr 2007 rechnen wir mit einer moderaten Erhöhung des Personalaufwands.
Veränderungen im Vorstand und Aufsichtsrat
Dr. Ralf Bethke ist nach 16 Jahren an der Spitze des Vorstands zum 30. Juni 2007 in den Ruhestand getreten. Norbert Steiner, bisher stellvertretender Vorstandsvorsitzender, hat mit Wirkung zum 1. Juli 2007 den Vorsitz im Vorstand der K+S Aktiengesellschaft übernommen und behält die Ressortverantwortung für den Geschäftsbereich Salz sowie die Bereiche Finanzen, Recht, Steuern und Revision. Darüber hinaus wird er für die Bereiche Unternehmensentwicklung, Controlling, Investor Relations sowie Kommunikation zuständig sein.
Die Besetzung der anderen Vorstandsressorts bleibt mit Joachim Felker, Gerd Grimmig und Dr. Thomas Nöcker unverändert, so dass sich die Gesamtzahl der Vorstandsmitglieder von fünf auf vier reduziert. Herr Felker, der für die Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte sowie fertiva zuständig ist, übernahm zusätzlich die Ressortverantwortung für den Geschäftsbereich COMPO. Herr Grimmig übernahm neben seiner bisherigen Ressortverantwortung Aufgaben aus dem Geschäftsbereich Dienstleistungen und Handel. Gleiches gilt für Dr. Nöcker, dem zusätzlich die Verantwortung für die Bereiche Einkauf, Logistik und Informatik übertragen wurde.
Helmut Mamsch legte zum 30. Juni 2007 sein Mandat als Mitglied des Aufsichtsrats nieder. Die Hauptversammlung hat am 9. Mai 2007 Dr. Bethke mit Wirkung vom 1. Juli 2007 in den Aufsichtsrat gewählt.
Nach Schluss des Berichtsquartals ergaben sich keine signifikanten Änderungen bei den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bzw. unserer Branchensituation; es gibt auch keine anderweitigen für die K+S Gruppe zu berichtenden Ereignisse von besonderer Bedeutung.
Gegenüber den im Risikobericht der K+S Gruppe gemachten und am 15. März 2007 im Geschäftsbericht 2006 der K+S Gruppe auf den Seiten 107ff. veröffentlichten Angaben gibt es keine wesentlichen Änderungen der beschriebenen Risiken, d. h. der möglichen negativen Auswirkungen bzw. der jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeiten. Dies schließt neue und weggefallene Risiken mit ein. Bestandsgefährdende Risiken liegen derzeit nicht vor.
Gegenüber den im Geschäftsbericht 2006 der K+S Gruppe auf den Seiten 129ff. beschriebenen Chancen gibt es keine wesentlichen Änderungen. Dies schließt neue und weggefallene Chancen ein. Chancen und Risiken sowie deren positive und negative Veränderungen werden dabei nicht gegeneinander aufgerechnet.
Sehr gute Perspektiven; neue Höchstwerte bei Umsatz und Ergebnis erwartet
Die zu Beginn geschilderten günstigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Europa, aber auch für die Weltwirtschaft insgesamt sollten in den verbleibenden Monaten anhalten. Dämpfend könnten sich jedoch mittelfristig eine weitere US-Dollarkursabwertung sowie ein weiterer Anstieg der Energiekosten auswirken; das Jahr 2007 ist über Sicherungsgeschäfte im Währungs- und Energiebereich weitgehend abgesichert.
Auf den Agrarmärkten führt die tendenziell nicht ausreichende Nahrungsmittelproduktion zu weiter abnehmenden Lagerbeständen bei landwirtschaftlichen Erzeugnissen. Die infolgedessen zu beobachtenden Preissteigerungen begünstigen den Einsatz mineralischer Düngemittel. Zusätzliche positive Auswirkungen auf die Düngemittelnachfrage hat der Trend zu nachwachsenden Rohstoffen. Aufgrund der daraus resultierenden starken Nachfrage nach Düngemitteln bei gleichzeitig sehr niedrigen Lagerbeständen bei den Produzenten hat sich das internationale Preisniveau deutlich erhöht. Das Salzgeschäft wird insbesondere im vierten Quartal maßgeblich von der winterlichen Witterung abhängig sein. Dabei gehen wir sowohl für den europäischen als auch für den nordamerikanischen Markt von mittleren langjährigen Absatzwerten aus, die jedoch den bisherigen Rückstand bei Auftausalzabsätzen nicht werden ausgleichen können.
Unter den erwarteten Rahmenbedingungen rechnen wir in diesem Jahr mit einer spürbaren Umsatzsteigerung; diese ist auch begünstigt durch den Konsolidierungseffekt aus der erstmalig ganzjährigen Einbeziehung der SPL . Der Umsatz für das Gesamtjahr 2007 sollte daher 3,1 bis 3,3 Mrd. € erreichen (Vorjahr: 2,96 Mrd. €). Beim operativen Ergebnis (EBIT I) erwarten wir für die K+S Gruppe einen Wert zwischen 310 und 325 Mio. €. Gegenüber dem Spitzenwert des Vorjahres bedeutet dies eine weitere Steigerung von 12 bis 17 % (Vorjahr: 278,0 Mio. €).
Unser Ausblick berücksichtigt dabei folgende Prämissen: eine weltweit starke Nachfrage nach Düngemitteln sowie ein durchschnittliches Auftausalzgeschäft in Europa und Nordamerika im vierten Quartal. Er beinhaltet ferner eine Reserve für eventuelle Nachsicherungen bei einem sich weiter abschwächenden US-Dollar. Unter den genannten Voraussetzungen sollte das bereinigte Ergebnis nach Steuern für das Jahr 2007 zwischen 185 und 195 Mio. € liegen; dies entspräche einem bereinigten Ergebnis je Aktie von ungefähr 4,50 bis 4,75 €/Aktie.
Versicherung der gesetzlichen Vertreter der K+S Aktiengesellschaft
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Dieser Bericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der K+S Gruppe und ihrer Gesellschaften beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf der Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zu Grunde gelegten Annahmen nicht eintreffen, können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit geschilderten Erwartungen abweichen.