
Erläuternde Angaben; Veränderungen der rechtlichen Konzern- und Organisationsstruktur
Die Zwischenberichte der K+S Gruppe werden seit dem Jahr 2005 nach International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Die Bewertungsgrundsätze dieses Quartalsabschlusses entsprechen denen der Vergleichsperiode. Die im Geschäftsbericht 2006 dargestellten rechtlichen Konzern- sowie Organisationsstrukturen haben sich zum 30. September 2007 nicht verändert. Im Konsolidierungskreis wurden zum 30. Juni 2006 im Zuge des SPL-Erwerbs 19 Unternehmen erstmals bilanziell erfasst; eine Einbeziehung in die Konzernergebnisrechnung erfolgte ab dem 1. Juli 2006. Die biodata ANALYTIK GmbH, Linden, gehört durch die am 20. September 2007 erfolgte Veräußerung nicht mehr zum Konsolidierungskreis.
Veränderungen gegenüber der im Geschäftsbericht 2006 beschriebenen Zusammensetzung und den Zuständigkeiten von Vorstand und Aufsichtsrat mit Wirkung zum 1. Juli 2007 wurden bereits im Halbjahresfinanzbericht dargestellt. Darüber hinaus ergeben sich keine weiteren Veränderungen.
Wesentliche Veränderungen einzelner Bilanzposten
Die Bilanzsumme zum 30. September 2007 ist im Vergleich zum Jahresabschluss 2006 nur um 3,5 Mio. € gesunken. Auf der Aktivseite wird die Verminderung des langfristigen Vermögens um 16,8 Mio. € durch einen Anstieg des kurzfristigen Umlaufvermögens um 13,3 Mio. € nahezu kompensiert. Die Verminderung des Anlagevermögens resultiert überwiegend aus Wechselkursdifferenzen; der Anstieg des Umlaufvermögens beruht im Wesentlichen auf einer Erhöhung des Forderungsbestands aus Lieferungen und Leistungen in Folge gestiegener Umsatzerlöse. Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital um 101,2 Mio. € verringert; dies ist in erster Linie auf die im Mai 2007 erfolgte Dividendenausschüttung von 82,5 Mio. € zurückzuführen. Das Fremdkapital ist um 98,5 Mio. € gestiegen. Wesentliche Ursachen für den Anstieg sind neben einem Zuwachs der Finanzverbindlichkeiten eine sowohl mengen- als auch preisbedingte Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Wesentliche Veränderungen des Eigenkapitals
Das Eigenkapital wird sowohl durch erfolgswirksame und erfolgsneutrale Geschäftsvorfälle als auch durch Kapitaltransaktionen mit den Anteilseignern beeinflusst. Im Vergleich zum Jahresabschluss 2006 haben sich der Bilanzgewinn bzw. die anderen Gewinnrücklagen um 78,7 Mio. € vermindert. Die Verminderung beruht im Wesentlichen auf der Dividendenausschüttung an die Anteilseigner (82,5 Mio. €). Die Erhöhung des Bilanzgewinns aufgrund des Ergebnisses der laufenden Periode beträgt 4,0 Mio. €. Erfolgsneutrale Veränderungen des Eigenkapitals resultieren überwiegend aus der Währungsumrechnung von Tochterunternehmen in funktionaler Fremdwährung sowie aus der Marktbewertung von Wertpapieren der Kategorie „available for sale“. Unterschiede aus der Währungsumrechnung werden in einer gesonderten Währungsumrechnungsrücklage erfasst; diese hat sich in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2007 aufgrund von Wechselkursschwankungen um 16,2 Mio. € verringert. Aufgrund des geringeren Marktwertes von Wertpapieren der Kategorie „available for sale“ ergab sich außerdem ein Rückgang der korrespondierenden Zeitwertrücklage um 4,4 Mio. €.
Beim Verkauf von Düngemitteln und Salzprodukten bestehen unterjährig saisonale Unterschiede. Bei Düngemitteln erzielen wir in den ersten sechs Monaten aufgrund der europäischen Frühjahrsdüngung in der Regel die höchsten Umsätze. Dieser Effekt kann durch Überseeverkäufe verstärkt oder abgemildert werden. Die Verkäufe von Salzprodukten – speziell von Auftausalz – sind erheblich von der jeweiligen winterlichen Witterung während des ersten und vierten Quartals abhängig. In Summe führen beide Effekte dazu, dass das erste Halbjahr in der Regel umsatz- und besonders ergebnisseitig am stärksten ausfällt. Zur Verbesserung der Prognosequalität durch Bereinigung saisonaler Effekte bietet sich ein Vergleich zwischen den so genannten letzten 12-Monats- (LTM) und den Vorjahreszahlen an (siehe nebenstehende Tabelle).