
Erläuternde Angaben; Veränderungen der rechtlichen Konzern- und Organisationsstruktur
Die Zwischenberichte der K+S Gruppe werden seit dem Jahr 2005 nach International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Die Bewertungsgrundsätze dieses Quartalsabschlusses entsprechen denen der Vergleichsperiode. Die Anzahl der konsolidierten Gesellschaften hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert; zwei Gesellschaften sind aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden und zwei sind neu hinzugekommen: Eine im Nachgang der SPL-Akquisition durchgeführte gesellschaftsrechtliche Strukturoptimierung führte dazu, dass zwei Unternehmen in den Konsolidierungskreis aufgenommen wurden und eine Gesellschaft aufgelöst wurde. Nachdem wir die biodata ANALYTIK GmbH im September 2007 veräußert haben, gehört diese Firma ebenfalls nicht mehr zum Konsolidierungskreis der K+S Gruppe.
Veränderungen gegenüber der im Geschäftsbericht 2006 beschriebenen Zusammensetzung und den Zuständigkeiten von Vorstand und Aufsichtsrat mit Wirkung zum 1. Juli 2007 wurden bereits im Halbjahresfinanzbericht dargestellt. Darüber hinaus ergeben sich keine weiteren Veränderungen.
Wesentliche Veränderungen einzelner Bilanzposten
Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2007 ist im Vergleich zum Jahresabschluss 2006 um 133,9 Mio. € gestiegen. Auf der Aktivseite erhöhte sich das langfristige Vermögen um 43,6 Mio. € sowie das kurzfristige Umlaufvermögen um 90,3 Mio. €. Die Erhöhung des langfristigen Vermögens resultiert überwiegend aus gestiegenen Investitionen in das Sachanlagevermögen; der Anstieg des Umlaufvermögens beruht im Wesentlichen auf einer Erhöhung des Forderungsbestands aus Lieferungen und Leistungen in Folge gestiegener Umsatzerlöse. Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital um 192,5 Mio. € verringert; dies ist in erster Linie auf die im Mai 2007 erfolgte Dividendenausschüttung von 82,5 Mio. € sowie das aufgrund von Wertminderungen derivativer Finanzinstrumente negative Periodenergebnis von -93,1 Mio. € zurückzuführen. Das Fremdkapital ist um 326,4 Mio. € gestiegen. Wesentliche Ursachen für den Anstieg sind neben einem Zuwachs der Finanzverbindlichkeiten infolge gestiegener Prämienaufwendungen für US-Dollar-Optionen eine sowohl mengen- als auch preisbedingte Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Wesentliche Veränderungen des Eigenkapitals
Das Eigenkapital wird sowohl durch erfolgswirksame und erfolgsneutrale Geschäftsvorfälle als auch durch Kapitaltransaktionen mit den Anteilseignern beeinflusst. Im Vergleich zum Jahresabschluss 2006 haben sich der Bilanzgewinn bzw. die anderen Gewinnrücklagen um 167,6 Mio. € vermindert. Die Verminderung beruht im Wesentlichen auf der Dividendenausschüttung an die Anteilseigner sowie dem aufgrund von Wertminderungen derivativer Finanzinstrumente negativen Periodenergebnis. Erfolgsneutrale Veränderungen des Eigenkapitals resultieren überwiegend aus der Währungsumrechnung von Tochterunternehmen in funktionaler Fremdwährung sowie aus der Marktbewertung von Wertpapieren der Kategorie „available for sale“. Unterschiede aus der Währungsumrechnung werden in einer gesonderten Währungsumrechnungsrücklage erfasst; diese hat sich im Geschäftsjahr 2007 aufgrund von Wechselkursschwankungen um 19,7 Mio. € verringert. Aufgrund des geringeren Marktwertes von Wertpapieren der Kategorie „available for sale“ ergab sich außerdem ein Rückgang der korrespondierenden Zeitwertrücklage um 5,2 Mio. €.
Beim Verkauf von Düngemitteln und Salzprodukten bestehen unterjährig saisonale Unterschiede. Bei Düngemitteln erzielen wir in den ersten sechs Monaten aufgrund der europäischen Frühjahrsdüngung in der Regel die höchsten Umsätze. Dieser Effekt kann durch Überseeverkäufe verstärkt oder abgemildert werden. Die Verkäufe von Salzprodukten – speziell von Auftausalz – sind erheblich von der jeweiligen winterlichen Witterung während des ersten und vierten Quartals abhängig. In Summe führen beide Effekte dazu, dass das erste Halbjahr in der Regel umsatz- und besonders ergebnisseitig am stärksten ausfällt.