
Ausführliche Informationen zum abgelaufenen Geschäftsjahr finden Sie im Finanzbericht 2007, den Sie auf unserer Internetseite www.k-plus-s.com abrufen bzw. bestellen können.
Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die Weltkonjunktur ist im Jahr 2007 mit 5,1 % weiterhin spürbar gewachsen. Hierzu hat erneut vor allem der rasante wirtschaftliche Aufschwung in den Entwicklungs- und Schwellenländern beigetragen – in China hat sich beispielsweise das Wachstum um 11,4 % erhöht. In den Industrieländern trübte sich hingegen zum Jahresende das Konjunkturklima vor allem wegen der Immobilienkrise in den USA deutlich ein. Zwar expandierte die US-amerikanische Wirtschaft auf Gesamtjahressicht so stark wie seit vier Jahren nicht mehr; allerdings wurde dies vor allem durch deutlich steigende Exporte sowie Staats- und Unternehmensinvestitionen in den Sommermonaten getragen. Die Federal Reserve Bank (Fed) hat auf die Krise am Immobilienmarkt und an den Finanzmärkten bisher mit Liquiditätsspritzen für den Bankensektor sowie mit einer starken Senkung des Refinanzierungssatzes um 225 Basispunkte auf nunmehr 3,0 % reagiert.
Der Aufschwung in der Europäischen Union hat sich im Verlauf des Jahres 2007 in etwas abgeschwächtem Tempo fortgesetzt; die Wirtschaftsleistung der EU-27 legte nach vorläufigen Schätzungen um 3,1 % zu. Nach zwei Leitzinserhöhungen im März und im Juni um je 0,25 % auf 4,0 % hat die Europäische Zentralbank (EZB) angesichts der Unsicherheit über die Auswirkungen der Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten im September auf eine bereits erwartete weitere Zinserhöhung verzichtet. Die Inflationsrate lag im Jahresdurchschnitt 2007 mit 2,1 % knapp unter der des Vorjahres.
Das deutsche Bruttoinlandsprodukt stieg im Jahr 2007 real um 2,5 %. Die Konjunktur in Deutschland hat sich damit als robust erwiesen: So hat sich die konjunkturelle Dynamik trotz einer restriktiven Finanzpolitik, steigender Erdölpreise und einer spürbaren Aufwertung des Euro kaum verlangsamt. Dies wiederum hatte positive Auswirkungen auf Beschäftigung und Inlandsnachfrage. Die Inflationsrate des Jahres 2007 lag in Deutschland mit 2,3 % über der des Vorjahres (2006: 1,8 %).
An den Rohstoffmärkten war im Jahr 2007 ein klarer Aufwärtstrend zu beobachten. Nachdem sich der Ölpreis am Ende des Jahres 2006 wieder deutlich ermäßigt hatte und bei etwa 60 US-Dollar je Barrel lag, hat er sich im Jahresverlauf 2007 wieder deutlich erhöht und schloss am Jahresende in der Nähe seines historischen Hochs bei über 90 US-Dollar je Barrel. Im Jahr 2007 kostete ein Barrel Öl mit durchschnittlich knapp 73 US-Dollar etwa 7 US-Dollar bzw. 10 % mehr als noch im Jahr 2006.
Die Entwicklung an den internationalen Devisenmärkten war von einer spürbaren Abschwächung des US-Dollars geprägt. Im Jahresverlauf 2007 hat der US-Dollar gegenüber dem Euro rund 10 % eingebüßt. Auch im Jahresdurchschnitt hat der US-Dollar knapp 10 % abgewertet (2007: 1,37 USD/EUR; 2006: 1,26 USD/EUR).
Die Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen hatten auch Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf von K+S:
• Unsere Produktionskosten sind in nicht unerheblichem Maße von Energiekosten, insbesondere für den Bezug von Gas, beeinflusst. Steigende Erdölpreise führen in der Regel zu einer Verteuerung des Gasbezugs. Der weitere Anstieg des Ölpreises hatte aufgrund unserer im ersten Halbjahr eingesetzten Absicherungsgeschäfte sowie der Zeitformeln in den abgeschlossenen Lieferverträgen jedoch noch keine spürbaren Auswirkungen auf unsere Energiekosten.
• Auch die Weltmarktpreise für Ammoniak, einen wichtigen Einsatzstoff für die Geschäftsbereiche COMPO und fertiva, lagen im Jahresdurchschnitt über dem Vorjahresniveau. Allerdings profitierten wir auf der Einkaufsseite vom schwachen US-Dollar, der dazu führte, dass die Ammoniakkosten – gerechnet in Euro – im Vergleich zum Vorjahr unverändert blieben.
• Der schwächer gewordene US-Dollar machte mehrere Anpassungen unserer zur Währungssicherung eingesetzten Devisenoptionen notwendig. Dadurch verschlechterte sich der durchschnittliche Sicherungskurs inkl. Prämienzahlungen von 1,09 USD/EUR im Jahr 2006 auf 1,33 USD/EUR im Jahr 2007.
• Neben dem absoluten Währungsverhältnis ist auch der relative Vergleich zwischen dem Euro sowie den Währungen unserer Wettbewerber jeweils zum US-Dollar für uns von besonderer Bedeutung. Ein schwacher US-Dollar hat bei den meisten Kaliproduzenten der Welt einen negativen Einfluss auf die Erlöse in ihrer jeweiligen Währung; dies liegt daran, dass der Großteil der weltweiten Kaliproduktion außerhalb des US-Dollarraums liegt, jedoch sämtliche Verkäufe mit Ausnahme des europäischen Marktes in US-Dollar fakturiert werden. Die nachfolgende Grafik zeigt, dass im Jahr 2007 auch unsere Wettbewerber einem sich abschwächenden Dollar gegenüberstanden. Kanadische, russische wie europäische Kaliproduzenten hatten daher dieselbe Motivation, die schwächere Währungsrelation über höhere Preise in US-Dollar auszugleichen.
EUR/USD-Entwicklung versus CAN/USD und RUB/USD
(Index: Jahresbeginn 2007;
(Angaben in %)
Branchenspezifische Rahmenbedingungen
Geschäftsfeld Düngemittel und Pflanzenpflege
Das starke Wachstum der Weltwirtschaft, das erneut zum großen Teil vom Aufschwung in den asiatischen Schwellenländern getragen wurde, hat indirekt auch den Erfolg der K+S Gruppe beeinflusst: Der steigende Wohlstand in diesen Regionen führte zu höheren Ansprüchen der Bevölkerung an ihre Ernährung und zu einer Veränderung der traditionellen Essgewohnheiten, insbesondere zu einem tendenziell weiter steigenden Fleischkonsum. Für die Produktion von einem Kilogramm Fleisch wird ein Mehrfaches an Futtermitteln, z. B. Mais und Soja, benötigt. Die Nachfrage nach landwirtschaftlichen Produkten und damit auch nach Düngemitteln wächst in diesen Regionen der Erde deshalb überproportional. Außerdem verstärkt der wirtschaftliche Erfolg in diesen Ländern die Verstädterung, die tendenziell zu einer Abnahme der landwirtschaftlichen Fläche führt.
Eine wachsende Bevölkerung in den Schwellenländern beansprucht demnach eine quantitativ wie qualitativ höherwertigere Ernährung bei gleichzeitigem Rückgang der pro Kopf zur Verfügung stehenden Anbauflächen. Diese Herausforderung kann nur durch eine intensivierte und professionell betriebene Landwirtschaft, die den effizienten Einsatz von Düngemitteln einschließt, gemeistert werden.
Die weltweit stetig wachsende Nachfrage nach Agrarrohstoffen für die Ernährung von Mensch und Tier konnte in den letzten Jahren nur unter Rückgriff auf Lagervorräte bedient werden. Für die meisten Agrarprodukte haben sich diese jedoch infolge der beschriebenen Entwicklungen im Jahr 2007 weiter deutlich reduziert. Die daraus resultierende Knappheit wurde zusätzlich durch die steigende Bedeutung nachwachsender Rohstoffe zur Bioenergie-Erzeugung verstärkt. In Summe führte dies im Jahr 2007 zu erneut spürbar gestiegenen Preisen für Agrarprodukte: Die Notierungen von Weizen, Mais, Soja und Palmöl sind in den letzten drei Jahren an den internationalen Rohstoffbörsen um bis zu 160 % gestiegen.
Steigende Preise wiederum ermutigten Landwirte weltweit, sowohl die ihnen noch zur Verfügung stehenden Flächen auszuweiten als auch die Intensität der Bewirtschaftung zu erhöhen; beides erforderte einen höheren Einsatz an Düngemitteln und führte dazu, dass sich die globale Düngemittelnachfrage bei weitgehend konstanten Produktionskapazitäten im letzten Jahr deutlich erhöht hat. In der Konsequenz haben sich die Düngemittelpreise für die drei Hauptnährstoffe Stickstoff, Kali und Phosphat stark erhöht.
Mit dem Geschäftsbereich Salz ist K+S der zweitgrößte Salzproduzent der Welt. esco – european salt company ist mit einer Produktionskapazität von rund 9,5 Mio. Tonnen der größte Salzanbieter in Europa. Mit SPL ist K+S der größte Salzproduzent in Südamerika und nimmt mit der nordamerikanischen Vertriebsgesellschaft ISCO eine starke Marktstellung in den nordöstlichen Bundesstaaten der USA ein. Bei SPL betrug die jährliche Produktionskapazität im Jahr 2007 rund 6,5 Mio. Tonnen; diese wird sich nach dem Hafenausbau beim Salztagebaubetrieb der SPL in Chile erhöhen.
Die Verbrauchsschwankungen auf dem westeuropäischen Salzmarkt waren mit Ausnahme des außergewöhnlich schwachen Auftausalzgeschäfts in den einzelnen Segmenten relativ gering. Der Auftausalzabsatz in Europa war im Berichtsjahr aufgrund der extrem warmen Winter am Jahresanfang und -ende erheblich schwächer als im Vorjahr, dessen erstes Quartal durch einen besonders starken Winter geprägt war. In den Segmenten Speise- und Gewerbesalz verlief das Geschäft in Europa stabil, während die Nachfrage nach Industriesalzen konjunkturbedingt spürbar angezogen hat.
Auch der nordamerikanische Auftausalzmarkt war durch die milde Witterung zu Beginn des Jahres belastet. Ein verspäteter Wintereinbruch im März wirkte sich hier jedoch positiv aus. In den Ausschreibungen für Auftausalz für die Wintersaison 2007/08 in den USA kam es zu keinen nennenswerten Verschiebungen der gehaltenen Marktanteile. Der süd- und mittelamerikanische Gewerbe- und Industriesalzmarkt wuchs im Einklang mit der dortigen Bevölkerungsentwicklung und wurde zusätzlich vom starken wirtschaftlichen Aufschwung unterstützt.
Wesentliche, für den Geschäftsverlauf ursächliche Ereignisse
• K+S hat am 22. April 2006 den Vertrag über den Kauf des chilenischen Salzherstellers SPL unterzeichnet. Die Übernahme der SPL ist am 29. Juni 2006 abgeschlossen worden; die vollständige Konsolidierung der SPL-Gruppe erfolgte erstmals per 30. Juni 2006. Somit ergab sich im Jahr 2007 ein Konsolidierungseffekt im Zuge der erstmals ganzjährigen Einbeziehung von 126,9 Mio. € im Umsatz und 23,5 Mio. € im Ergebnis.
• Der internationale Markt für Kalidüngemittel zeichnet sich einerseits durch eine starke Nachfrage und andererseits durch ein knappes Angebot aus. Infolgedessen haben sich allein im letzten Jahr die Preise für Kaliumchlorid weltweit beinahe verdoppelt.
• Der westeuropäische Auftausalzmarkt wurde im Jahr 2007 vom wärmsten Winter in der Geschichte der Wetteraufzeichnungen geprägt; dies steht im krassen Gegensatz zum Jahr 2006, das anhaltend winterliche Bedingungen bis in den April hinein aufwies. Das ungewöhnlich schwache Auftausalzgeschäft in Europa war daher ausschlaggebend für den erheblichen Ergebniseinbruch unseres europäischen Salzgeschäfts.
• Der schwächer gewordene US-Dollar machte mehrere Anpassungen unserer zur Währungssicherung eingesetzten Devisenoptionen notwendig. Dadurch verschlechterte sich der durchschnittliche Sicherungskurs inkl. Prämienzahlungen für den Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte von 1,09 USD/EUR im Jahr 2006 auf 1,33 USD/EUR im Jahr 2007. Der Sicherungserfolg belief sich damit auf 9,5 Mio. € (Vorjahr: 65,3 Mio. €). Darüber hinaus haben wir im vergangenen Jahr 359,1 Mio. € dafür aufgewendet, neue Sicherungsgeschäfte für die Jahre 2008 bis 2010 abzuschließen sowie die für diesen Zeitraum erworbenen Devisenoptionen dem schwächeren US-Dollarkurs anzupassen. Dies hatte signifikante Auswirkungen auf unseren Cashflow des Jahres 2007.
Für eine umfassende Darstellung unserer Produkte und Dienstleistungen verweisen wir auf die entsprechenden Ausführungen in unserem Finanzbericht 2007. Wir erwarten in den Jahren 2008 und 2009 keine wesentlichen Veränderungen des Produkt- und Dienstleistungsangebots.
| Abweichungsanalyse in % | Q4/07 | 12M/07 |
| Umsatzveränderung | + 22,1 | + 13,1 |
| - Menge/Struktur | + 10,2 | + 2,3 |
| - Preis/Preisstellung | + 15,9 | + 9,1 |
| - Währung | - 4,0 | - 2,6 |
| - Konsolidierung | - 0,1 | + 4,3 |
Umsatz steigt im vierten Quartal um 22 %
Der Umsatz des vierten Quartals übertraf mit 893,7 Mio. € den Vorjahreswert um 161,7 Mio. € bzw. 22 %; der Anstieg ist auf positive Preis- und Mengeneffekte zurückzuführen, die Währungseinbußen mehr als ausgleichen konnten. Während die vier großen Geschäftsbereiche im Umsatz teils kräftig zulegten, lagen die ergänzenden Geschäftsbereiche nur knapp unter den jeweiligen Vorjahreswerten.
Im Geschäftsjahr 2007 haben wir einen Umsatz von 3.344,1 Mio. € erzielt; der Vorjahresumsatz wurde somit um 13,1 % übertroffen. Der Umsatzanstieg resultierte vor allem aus Preis- und Mengeneffekten. Zusätzlich führte die erstmalig ganzjährige Einbeziehung der SPL-Gruppe im Geschäftsbereich Salz zu einer konsolidierungsbedingten Erhöhung des Umsatzes von 126,9 Mio. € bzw. 4 %. Währungsbedingte Einflüsse konnten somit mehr als ausgeglichen werden. Rund 67 % des Konzernumsatzes wurden in Europa erzielt; 42 % des Umsatzes entfielen auf den größten Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte.
Umsätze je Geschäftsbereich
Jan. – Dez. 2007
(Angaben in %)
Operatives Ergebnis sinkt im vierten Quartal um 20,2 Mio. € auf 33,6 Mio. €
Das operative Ergebnis EBIT I ist frei von zahlungsunwirksamen Marktwertveränderungen unserer zur US-Dollarsicherung eingesetzten Devisenoptionen und beinhaltet lediglich den aus der Kurssicherung in der Berichtsperiode tatsächlich erzielten Sicherungserfolg.
Das operative Ergebnis EBIT I sank im vierten Quartal 2007 gegenüber dem Vorjahr um 20,2 Mio. € bzw. knapp 38 % auf 33,6 Mio. €; dies ist vor allem auf ein deutlich negatives Währungsergebnis im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte zurückzuführen. Der positive Ergebnistrend in den Geschäftsbereichen fertiva und Salz konnte dies nur zum Teil ausgleichen. Im Gesamtjahr belief sich das operative Ergebnis EBIT I auf 285,7 Mio. € und übertraf den Vorjahreswert um 7,7 Mio. € bzw. 3 % (2006: 278,0 Mio. €). Bis auf die Geschäftsbereiche Salz sowie Entsorgung und Recycling konnten sich alle Geschäftsbereiche gegenüber dem Vorjahr spürbar bis kräftig verbessern.
Marktwerte der Sicherungsgeschäfte im vierten Quartal deutlich schwächer
Nach IFRS werden die Marktwertveränderungen unserer zur US-Dollarkurssicherung eingesetzten Bandbreitenoptionen in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Während der zahlungswirksame Sicherungserfolg aus bereits ausgeübten Optionen sowie Verluste aus verfallenen Optionen, die in der Berichtsperiode ausübbar gewesen wären, in das operative Ergebnis EBIT I einfließen, weisen wir die nicht zahlungswirksamen Marktwertveränderungen der noch ausstehenden Optionen sowie Verluste aus verfallenen Optionen mit Fälligkeit in künftigen Perioden als Überleitung zum EBIT II aus.
Das Ergebnis nach Marktwertveränderungen EBIT II fiel im Berichtsquartal um 169,7 Mio. € auf - 137,5 Mio. €. Hierfür ausschlaggebend war, dass die Marktwerte aus Sicherungsgeschäften im vierten Quartal erneut deutlich an Wert verloren haben, nachdem sich der US-Dollarkurs weiter deutlich abgeschwächt hatte. Im Berichtsjahr ist das Ergebnis nach Marktwertveränderungen EBIT II um 468,5 Mio. € auf - 106,9 Mio. € zurückgegangen; die Ergebnisverbesserung im EBIT I wurde durch die negative Entwicklung der Marktwerte – einschließlich realisierter Verluste – unserer Bandbreitenoptionen im EBIT II deutlich überlagert. Die Höhe der Marktwerte am Abschlussstichtag ist u. a. von Faktoren wie dem USD/EUR-Kassakurs, der Volatilität des Wechselkurses und den Laufzeiten der Optionen abhängig. Insbesondere die Nähe des US-Dollarkurses am Abschlussstichtag zu den vereinbarten oberen Bandbreiten führte zu einer starken Marktwertreduzierung, nachdem in den beiden Vorjahren noch steigende Marktwerte auszuweisen waren.
Umsätze nach Regionen
Jan. – Dez. 2007
(Angaben in %)
Finanzergebnis im vierten Quartal schwächer
Das Finanzergebnis betrug im vierten Quartal - 11,2 Mio. € und lag damit aufgrund niedrigerer Zinserträge sowie geringerer Erträge aus der Bewertung von Finanzinvestitionen um 2,4 Mio. € unter dem Vorjahresniveau. Im Gesamtjahr 2007 ist das Finanzergebnis um 15,6 Mio. € auf - 35,7 Mio. € zurückgegangen. Nach IFRS wird im Finanzergebnis neben dem Zinsaufwand für Pensionsrückstellungen (2007: - 4,0 Mio. €) auch der Zinsaufwand für die sonstigen langfristigen Rückstellungen, im Wesentlichen Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen (2007: - 13,9 Mio. €), ausgewiesen; beide sind nicht zahlungswirksam. Weitere Angaben hierzu finden Sie im Anhang.
Bereinigte Ergebnisse vor und nach Steuern im vierten Quartal unter Vorjahr
Aufgrund der begrenzten wirtschaftlichen Aussagekraft sowie der hohen Schwankungsbreite der Marktwerte unserer Devisenoptionen weisen wir ein um diese Effekte bereinigtes Ergebnis vor Steuern sowie ein solches nach Steuern aus. Letzteres berücksichtigt damit auch die Auswirkungen der Marktwertveränderungen auf die latenten Steuern.
Das bereinigte Ergebnis vor Steuern erreichte im vierten Quartal 22,4 Mio. €; gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Rückgang um 22,6 Mio. €. Im Gesamtjahr 2007 lag das bereinigte Vorsteuerergebnis bei 250,0 Mio. € und hat sich damit um 7,9 Mio. € bzw. 3 % gegenüber dem Vorjahreswert verringert. Das schwächere Finanzergebnis wurde nicht vollständig durch den Anstieg des operativen Ergebnisses ausgeglichen.
Nach IFRS erfolgt ein Ausweis von latenten, d. h. zahlungsunwirksamen Ertragsteuern. Im vierten Quartal fiel aufgrund der deutlich negativen Marktwertentwicklung unserer Bandbreitenoptionen ein Steuerertrag von insgesamt 51,5 Mio. € an; davon waren 37,8 Mio. € latent (Ertragsteuerertrag Q4/2006: 39,8 Mio. €, davon 39,1 Mio. € latent). Der gleiche Effekt führte auch im Gesamtjahr zu einem Steuerertrag. Weitere Angaben zur Ertragsteuerbelastung finden Sie im Anhang.
Das um den Effekt der Marktwertveränderungen bereinigte Konzernergebnis nach Steuern fiel im vierten Quartal um 53,5 Mio. € auf 22,9 Mio. €. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass das Vorjahresquartal durch einen einmaligen latenten Steuerertrag infolge der Reorganisation der Gesellschaftsstruktur der SPL-Gruppe in Höhe von 41,9 Mio. € begünstigt war. Im Gesamtjahr erreichte das bereinigte Konzernergebnis mit 175,3 Mio. € beinahe den um den einmaligen latenten Steuerertrag adjustierten Vorjahreswert. Das leicht gestiegene operative Ergebnis sowie der aus der gesunkenen bereinigten Konzernsteuerquote (29,9 % nach 31,7 %) resultierende niedrigere Steueraufwand konnten somit das schwächere Finanzergebnis fast vollständig ausgleichen.